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Modul Herzinsuffizienz des Herz-Chroniker-Programms ist zeitgemäß

Köln – Das Modul „Herzinsuffizienz“ im Disease-Management-Programm (DMP) Koronare Herzkrankheit (KHK) entspricht im Wesentlichen dem Stand der medizinischen Wissenschaft.
© dapd/aerzteblatt.de

 

Das berichtet das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG). Allerdings identifizierte das Institut eine Reihe von Aspekten, die ergänzt und spezifiziert werden könnten.

Das IQWiG hat systematisch nach neuen Leitlinien gesucht, deren methodische Qualität bewertet und daraus relevante Empfehlungen zu Diagnose und Therapie von Herzinsuffizienz zusammengestellt. Zudem wurde dokumentiert, wie hoch die Leitlinienautoren die Belastbarkeit der Empfehlungen einstufen. Allerdings wurden die Quellen der Empfehlungen nicht erneut überprüft. Es wurden 27 deutsche und internationale Leitlinien, die Empfehlungen zur Behandlung von Menschen mit Herzinsuffizienz enthalten berücksichtigt. Die Auswertung ergab, dass die Empfehlungen mit den Vorgaben des DMP weitgehend übereinstimmen. Inhaltliche Widersprüche zu den Anforderungen des DMP gibt es keine. „Patienten mit Herzinsuffizienz können also sicher sein, dass das derzeitige DMP in allen wesentlichen Punkten dem aktuellen Stand des medizinischen Wissens entspricht“,sagte der IQWiG-Leiter Jürgen Windeler.

Im DMP-Modul fehlen noch, der Einsatz von Herzschrittmachern und der kardialen Resynchronisationstherapie (CRT) bei Vorhofflimmern sowie die elektrische Kardioversion, die Grippeschutzimpfung, die Beratung zu sexueller Aktivität sowie der Umgang mit älteren Patienten. Diese Punkte sind in vielen Leitlinien bereits enthalten.

Die Leitlinien empfehlen die Behandlung von begleitenden Erkrankungen wie Diabetes mellitus und Schlafapnoe bei Patienten mit Herzinsuffizienz. Im DMP-Modul zwar bereits enthalten, in aktuellen Leitlinien aber ausführlicher beschrieben wird die Behandlung von Patienten mit Bluthochdruck. Hier enthalten die Leitlinien laut IQWiG zusätzliche Empfehlungen.

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